Veröffentlichung: Juli 2009
Label: Basis X Produktion
Genre: Dancehall
Laufzeit: 28:45 Minuten (12 Tracks)
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Kritik
TRACKLIST:
- Intro
- Move Ya Feet
- Ready To Roll
- Geh Ab Yau
- Ich Weiss Auch
- More Fire (feat. Papa Nico)
- Let Me Fly
- Oh My Lord
- So Heiss (feat. Jers)
- One World
- Setz Dich Wieder Hin
- Für die Girls (Jump Remix)
Dieses Review ist eigentlich schon längst überfällig, nachdem Marcel schon vor über einem halben Jahr die Release Information veröffentlicht hat, möchte ich dieses Mal anlässlich des anstehenden Konzertes im Rosenhof dieses Mixtape noch einmal aufgreifen und meinen Senf dazu beitragen.
Das »Intro« gefällt mir persönlich ganz gut, obwohl die Idee nicht sagenhaft neu ist. Es klingt etwa so, als ob jemand einen Sender im Radio sucht und die gefundenen Songs kann man alle mit dem Wort Fire assoziieren. Unter anderem kann ich die Songs »Playing With Fire« von Lil Wayne, »Fire« von Arthur Brown und »The Power of Love« von Frankie Goes To Hollywood heraus hören. Der Übergang zum zweiten Track »Move Ya Feet« klingt beim ersten Hinhören fast etwas zu ruhig, doch schon nach wenigen Sekunden macht King Juli dem Songnamen alle Ehre. Selbst ich, wo ich selten Musik aus diesem Genre höre, kann ich meine Füße kaum unter Kontrolle halten. Track 3 nennt sich »Ready To Roll« und weckt mich mit Trompeten aus meiner kurzen Erholungsphase nach dem vorherigen Track. Der Inhalt des Songs ist relativ einfach wiederzugeben: »Bewegt euch!« – und etwas anderes bleibt bei dem fesselnden Rhythmus des Tracks kaum übrig.
Track vier nennt sich »Geh Ab Yau«, wobei ich beim Beat ein wenig an Seeed denken muss. Die Hauptaussage des Liedes halte ich mit »Mach Lärm und geh ab« für verhältnismäßig oberflächlich. Meiner Meinung nach ist dieser Track nicht nur musikalisch, sondern auch textlich einer der Schwächeren des Mixtapes. Dass seine Texte nicht immer so oberflächlich sind, beweist King Juli mit dem folgenden Track »Ich Weiss Auch«. Inhaltlich beschreibt er ein wenig seine Lebenseinstellung, sein Wunsch nach Freiheit und Party ohne dieses jedoch unrealistisch wirken zu lassen. Für den nächsten Song hat sich King Juli Unterstützung von Papa Nico, Sänger des ChinChillaClans geholt. Die beiden geben nun wieder Gas und wollen in »More Fire« »Flammen an der Decke seh’n«. Der Text animiert wie nicht wenige Tracks auf dem Mixtape zum Tanzen. Die zweistimmigen Gesangsphasen heben sich von den vorherigen Songs noch einmal positiv ab.
Der nun folgende Song nennt sich »Let Me Fly«. Entgegen der ersten Gedanken geht es nicht um Erlebnisse eines berauschenden Narkotikums, sondern viel eher um die Emotionen und die Adrenalinausschüttung auf der Bühne, wenn der Künstler merkt, dass er das Publikum begeistern kann. Musikalisch ist »Let Me Fly« dagegen eher in die etwas ruhigere Schiene des Mixtapes anzusiedeln, was nach den ganzen Partytracks auch mal ganz angenehm ist. Das nun folgende Lied nennt sich »Oh My Lord« und erinnert mich ein wenig an diverse Ska/Reggae-Songs. Gute Laune und Mitwippen ist quasi schon vorprogrammiert. Bei der Textzeile »Dein Körper wippt mit« denke ich mir nur, woher der das jetzt schon wieder weiß. Die Trompeten im Refrain integrieren sich sehr schön in das Gesamtarrangement und wirken keineswegs fehlplatziert. Auf dem nächsten Track »So Heiss« wirkte Jers der X-Sidaz mit. Nach einem fast intellektuellen Beginn setzt sich der Text etwas derbe über die sexuelle Anziehungskraft von leicht bekleideten, tanzenden Girls fort. Musikalisch sind passend zum Text beinhaltet der Beat auch härtere Bässe.
»One World« ist einer der wenigen Tracks auf dem Mixtape, mit dem ich leider überhaupt nichts anfangen kann. Aus den Textfragmenten könnte ich jetzt raten, dass es um die verschiedenen Persönlichkeiten auf dieser Welt geht, allerdings fehlt mir der Zusammenhang zum englischsprachigen Refrain. Musikalisch finde ich diesen Song auch nicht wirklich nahegehend. Meiner Meinung nach ist dies der schwächste Track. »Setz dich wieder hin« hat sich auch ein wenig auf dieses Mixtape verirrt. Obwohl dieses ruhigere, tiefgründigere Lied nicht schlecht ist, passt es nicht zu dem Rest der sonst vorhandenen Stimmungslieder. King Juli behandelt in »Setz dich wieder hin« die Probleme, eine lange Beziehung zu beenden und beschreibt die Verzweiflung wenn man eine einseitige Liebe durchleben muss. Die Geschiche wird interessanterweise aus beiderlei Perspektiven erzählt.
Zum Abschluss des Mixtapes gibt es mit »Für die Girls« einen der besten Dance Tracks. Er erinnert mich stark an »Ready To Roll«, jedoch diesmal mit noch härteren Bassbeats. Gewidmet ist dieser Song, ganz dem Namen nach, den Girls die vor der Bühne unermüdlich mittanzen und die Stimmung pushen.
Fazit
Im Großen und Ganzen muss man sich bewusst sein, dass »More Fire Baby« ein Partyalbum ist. Die Hälfte der Songs drehen sich um Tanzen, Musik machen und Alkoholgenuss. Meiner Meinung nach ist das ein wenig zu viel, auf mich wirkt es etwas unkreativ. Bei einem kostenlosen Download kann man allerdings nichts verkehrt machen, ich hätte für das Mixtape auch gerne einen Fünfer hingelegt. Reinhören lohnt sich.
Anspieltipps
03 Ready To Roll
06 More Fire (feat. Papa Nico)
08 Oh My Lord
12 Für die Girls (Jump Remix)






Veröffentlicht von 52 Songs: #3 – Partyeinstimmung » Nikonierer am 25. Juli 2011 um 14:40 Uhr
[...] Freundin hat übrigens sowohl zum Mixtape »More Fire Baby« wie auch zur aktuellen EP Reviews [...]